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Das sagt die Farbe deiner Periode aus

Die Farbe deiner Periode ist nicht willkürlich und ein wichtiges Anzeichen für glückliche Hormone, oder eben auch ein hormonelles Ungleichgewicht. Wir werden uns in diesem Beitrag die verschiedenen Farbtöne der Menstruationsblutung ansehen und ich erkläre dir, was du bei jeder einzelnen Farbe tun kannst, um dahinter liegende Ursachen zu heilen.

Die Farbe deiner Periode ist nicht willkürlich und ein wichtiges Anzeichen für glückliche Hormone, oder eben auch ein hormonelles Ungleichgewicht. Wir werden uns in diesem Beitrag die verschiedenen Farbtöne der Menstruationsblutung ansehen und ich erkläre dir, was du bei jeder einzelnen Farbe tun kannst, um dahinter liegende Ursachen zu heilen.

Die Farbe deiner Periode verstehen

Bevor wir uns dem Farbcode deines Bluts widmen, möchte ich dir noch kurz erklären, weshalb überhaupt du diesen zur Analyse über den Gesundheitsstatuts deiner Hormone nutzen kannst. Wie du bestimmt schon weißt, hast du deine Periode während der Menstruationsphase. Und dies liegt daran, dass deine Gebärmutter in der Follikelphase im vorherigen Zyklus die Schleimhaut ausgebildet hat. Das ist ein ganz normaler und für die Schwangerschaft wichtiger Prozess, den dein Körper Monat für Monat durchläuft. Kommt es nach dem Eisprung dann jedoch nicht zu einer Befruchtung, wird die Gebärmutterschleimhaut dann nach der Lutealphase in deiner Menstruationsphase abgestoßen.

Verantwortlich für den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut ist zu einem großen Anteil das Hormon Östrogen. Dieses wird vor allem in der Follikelphase und während dem Eisprung produziert. Wie bei so vielen Dingen im Leben ist beim Östrogenspiegel eine gesunde Balance entscheidend. Ein zu hoher oder zu niedriger Spiegel kann zu einer Vielzahl an Problemen führen.

Wenn Östrogen aus dem Gleichgewicht gerät

Ist dein Östrogenspiegel zu niedrig (=Östrogenmangel), kann es zu folgenden Problemen kommen:

  • sehr schwache Periode
  • ausbleibende Periode
  • Zwischenblutungen
  • Eisprung kann auch ganz ausbleiben
  • Schwierigkeiten mit dem Kinderwunsch
  • depressive Verstimmungen
  • Haarausfall
  • Hitzewallungen
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Schlaflosigkeit
  • Nervosität

Ist dein Östrogenspiegel zu hoch (=Östrogendominanz), kann es zu folgenden Problemen kommen:

  • sehr starke Periodenblutung
  • PMS
  • starke Schmerzen während der Periode
  • Wassereinlagerungen
  • Gewichtszunahme
  • Trockene Haut
  • Progesteronmangel
  • Gelbkörperschwäche
  • Schwierigkeiten mit dem Kinderwunsch
  • Myome
  • Schlafstörungen

Du siehst, es gibt viele Überschneidungen in den Symptomen. Das liegt daran, dass dein Körper ein ganz bestimmtes Niveau an Hormonspiegeln anstrebt. Ist dieses gestört, kann es zu ganz bestimmten Anzeichen kommen. Die Listen sind natürlich keine vollständige Aufzählung aller möglichen Symptome. Sie soll dir mehr dazu dienen, dir einen Einblick in mögliche Auswirkungen von einem Östrogen- Ungleichgewicht zu geben.

Wie es zu einem Ungleichgewicht von Östrogen in deinem Hormonspiegel kommen kann

Es gibt eine große Anzahl an möglichen Ursachen für einen Östrogenmangel oder Östrogendominanz. Hier einmal in Kürze einige Gründe:

Östrogenmangel
  • Niedriges Körpergewicht
  • Einnahme von Hormonwirksamen Medikamenten oder der Pille
  • Stress
  • Viel und intensives Training
Östrogendominanz
  • (chronischer) Stress
  • Kontakt zu Giftstoffen in Plastik, Kosmetik, Pflegeprodukten und Lebensmitteln- Hier findest du mehr zu Endokrinen Disruptoren
  • Einnahme von Hormonwirksamen Medikamenten oder der Pille
  • Teilweise auch hoher Fettgehalt des Körpers

Lass uns nun direkt in die verschiedenen Farbcodes deiner Periode eintauchen. So lernst du, wie du nun erkennen kannst, was deine Periode über deinen Hormonspiegel aussagt.

Entschlüssle den Farbcode deiner Periode

Zunächst einmal eine kleine Erklärung dafür, wie es zu den verschiedenen Farben und Konsistenzen deiner Periode kommen kann:

Kirschrot

Ist deine Periode in einem frischen Rot und du siehst keine allzu großen Klumpen, sind deine Hormone happy. Dein Östrogenspiegel scheint in einem gesunden Gleichgewicht zu sein. Hast du dennoch Beschwerden wie etwa starkes PMS, Krämpfe während der Menstruation oder weiteres, besprich dies bitte frühzeitig mit deiner Gynäkolog*in. So kannst du Ursachen zum einen schneller wieder beheben, und zum anderen wird die Problematik nicht durch eine lange unbehandelte Ursache immer schlimmer.

Dunkelrot

Wenn deine Periode sehr dunkelrot mit vielen und großen Klumpen ist, weist dies meist auf eine Östrogendominanz, also einen hohen Östrogenspiegel hin. Durch den hohen Gehalt an Östrogen hat sich in der Follikelphase eine sehr dicke Gebärmutterschleimhaut gebildet. Diese muss nun natürlich auch abgebaut werden. Die Periode ist auch meist dann recht stark. Solltest du also diesen Farbcode haben, sprich baldmöglichst mit deiner Gynäkolog*in zu natürlichen und hormonfreien Heilmethoden. Was du zum Beispiel bereits jetzt tun kannst:

  • Stress reduzieren
  • zertifizierte Naturkosmetik verwenden (für Make-Up, Seifen, Shampoos, Waschmittel, Sonnencreme, etc)
  • Biologische Lebensmittel essen (Pestizidfrei)
  • Viel Obst und Gemüse und wenn immer möglich tierische Produkte vermeiden
  • Gefiltertes Wasser oder aus Glasflaschen trinken
  • Regelmäßig Sport und Bewegung, dies jedoch nicht zu intensiv und keine Ausdauersportarten
Hellrosa

Ist deine Periode hellrosa und hat kaum Klümpchen hast du vermutlich einen Östrogenmangel. Meist ist die Periode hier auch sehr leicht oder kurz. Durch den geringen Gehalt an Östrogen im Körper wurde in der Follikelphase eine sehr dünne Gebärmutterschleimhaut gebildet. Wenn dann auch kein Eisprung stattgefunden hat, weil der Östrogenspiegel derart gering war, kommt es auch zu einem Progesteronmangel. Das bedeutet, dass der Follikel, der eigentlich die Eileiter zum Eisprung hätte verlassen müssen, sich nicht auf den Weg gemacht hat. Und nun konnte daraus kein Gelbkörper in der Lutealphase gebildet werden. In diesem wird nämlich auch Progesteron gebildet. Du siehst, es ist wie ein Teufelskreis. Aber es ist noch lange kein Grund zum Verzweifeln, wenn du dich in dieser Kategorie eingeordnet hast. Du kannst zum einen natürlich baldmöglichst mit deiner Gynäkolog*in sprechen, was du auf natürlichem Wege und ohne Einnahme von Hormonen tun kannst. Zum anderen sind folgende Tipps jetzt für dich hilfreich:

  • Reduziere dein Stresslevel
  • bist du sehr schlank, versuche mit durch gesunde Fette wie Avocado, Nüsse, Olivenöl, Nussmus etc sowie Vollkorngetreide, Kartoffeln, Datteln und viel Obst und Gemüse in Kombination mit sanftem Krafttraining ein wenig Muskeln und auch gesundem Fett zuzunehmen
  • Steige von intensivem Ausdauertraining oder zu viel Sport auf sanftere Workouts und Spaziergänge um
  • Akupunktur kann hier auch sehr gut helfen
  • zertifizierte Naturkosmetik verwenden (für Make-Up, Seifen, Shampoos, Waschmittel, Sonnencreme, etc)
  • Biologische Lebensmittel essen (Pestizidfrei)
  • Viel Obst und Gemüse und wenn immer möglich tierische Produkte vermeiden
  • Gefiltertes Wasser oder aus Glasflaschen trinken
Orange oder Gräulich

Wenn deine Menstruationsblutung orange und einen gräulichen Stich hat, gehe sofort zu deiner Gynäkolog*in. Denn diese Farbe tritt nur in Verbindung von Infektion oder Entzündung auf. Es kann gut sein, dass du auch einen Juckreiz, Fieber und starke Krämpfe spürst.

Braun

Zu Beginn oder am Ende deiner Menstruationsphase kann es sein, dass die Farbe einen bräunlichen Farbton hat. Das ist normal. Denn dadurch, dass die Blutung entweder erst beginnt, oder gerade abnimmt, fließt das Blut nur langsam und oxidiert.

Du siehst, du kannst durch die Farbe deiner Periode so einiges über deinen Hormonspiegel herausfinden. Denn sind wir mal ehrlich: gibt es was cooleres als einen kostenlosen und einfachen, monatlichen Hormoncheck?