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Turniervorbereitung: mit Achtsamkeit zum Erfolg

Wie ihr bereits wisst, bin ich ein großer Fan von Achtsamkeit und bekomme auch von euch immer und immer wieder das Feedback, dass euch das sehr weiterhilft. Das freut mich natürlich jedes Mal sehr. Doch ich integriere Achtsamkeit nicht nur in meine Yoga Praxis, sondern bekanntlich auch in den Stall. Und ich habe mir gedacht, dass es für euch auch sehr hilfreich sein kann, zu lesen wie ich dies auch für meine Turniervorbereitung nutze.

Wir wissen schließlich, wie wichtig es ist, gründlich und mit System auf die anstehenden Prüfungen zu trainieren. Denn mit der richtigen Turniervorbereitung ist es quasi nur noch Spazierritt… Nun ja, nicht ganz jedoch nehmen wir uns dadurch enorm viel Druck. Dazu kommt, dass die mentale nicht zu unterschätzen ist. In diesem Beitrag teile ich mit euch, wie ich Achtsamkeit in die Turniervorbereitung einfließen lasse um dann am großen Tag für alles vorbereitet zu sein- und am meisten eben dann für das Schleifchen.

Übung macht bekanntlich den Meister

Das Sprichwort ist uns schließlich allen bekannt. Und ganz ehrlich:: da ist auch was dran! Denn wenn wir regelmäßig und mit Geduld und Ausdauer an uns & unseren Fähigkeiten arbeiten, dann stellen sich mit der Zeit Verbesserungen ein. Doch dazu brauchen wir auch die Muße und starken Nerven uns nicht von Fehlschlägen oder Demotivation Klein kriegen zu lassen. Übertragen wir das auf die Turniervorbereitung, so bin ich definitiv ein Fan davon, die Prüfung zu Hause zu trainieren.

Viele kritisieren dabei oft, dass das Pferd sich dann die Abfolge einprägt und irgendwann entweder gelangweilt ist und die Lektionen unsauber ausführt, oder aber übermotiviert wird und alles vorwegnimmt. Beides ist natürlich während der Prüfung ungut. Jedoch ist es meiner Meinung nach schon wichtig, zu Hause alle Abfolgen regelmäßig durchzugehen. Am Besten ist es dabei, die Prüfung nicht öfter als zweimal pro Training durchzureiten. Einzelne Teile können jedoch, wenn sie nicht ganz so sitzen wie sie sollten oder schwierig sind, öfter geübt werden. Dabei sollten sie dann immer mal wieder einfließen.

Arbeiten wir beispielsweise an unserer Traversale, so würde ich diese dann jeweils mit unterschiedlichen vorherigen und nachgehenden Lektionen trainieren bis sie sitzen.

Innere Ruhe kultivieren

Ich weiß, dass eine bevorstehende Prüfung unruhig und nervös macht, vor allem wenn man wie ich sehr sensibel für solche Dinge ist. Daher glaubt mir, ich bin da noch lange nicht perfekt. Doch es gibt einiges, das mir dabei extrem hilft. In den Wochen vor der Prüfung achte ich sehr darauf, in meinen Tag Yoga einzubauen. Dabei ist es für mich am besten, wenn es eine ruhige Art mit viel Stretching ist. Ich liebe dafür Yin Yoga. Denn es ist quasi eine Mischung aus Dehnen, Asanas lange halten und Meditation. Es ist für mich die perfekte Möglichkeit, Spannungen zu lösen, Muskeln zu lockern, aber eben auch um meinen Geist zu beruhigen.

Was aber noch viele wichtiger ist: Während und vor allem vor der Prüfung so entspannt und ruhig wie möglich zu sein. So signalisierst du nicht nur dir selbst, dass alles halb so wild ist, sondern auch deinem lieben und treuen Partner. Eine Turniersituation ist immer aufregend und es gibt viel zu sehen. Doch strahlst du Ruhe und Selbstsicherheit aus, überträgt sich das auch auf dein Pferd.

Atme, atme, atme

Was ich gerne vor der Prüfung mache, ist mich auf den Atem zu konzentrieren. Das klingt mal wieder total nach Yoga Weisheit, ist aber super effektiv. So hast du gar nicht die Möglichkeit, dir um etwas Sorgen zu machen oder dich von anderen Teilnehmern ablenken oder einschüchtern zu lassen. Denn alles was du tust, ist dich auf das zu konzentrieren, was wirklich wichtig wichtig ist. Denn die Atmung ist so elementar, so einfach und intuitiv und doch vergessen wir sie viel zu oft. Wenn du dich also nur auf das tiefe Ein- und Ausatmen fokussierst, kannst du nur gewinnen.

Damit meine ich nicht unbedingt eine Schleife, sondern hat für mich auch der persönliche Sieg eine große Bedeutung. Mir ist es zunächst einmal wichtiger, dass mein Pferd an Erfahrung gewinnt und an Selbstvertrauen. Dafür ist es irrelevant, ob du zur Siegerehrung gerufen wirst, oder eben nicht. Auch eine nach außen hin nicht so tolle Leistung kann innen ein so großer Gewinn sein.

Turniervorbereitung auf dem Turnier

Visualisieren und Manifestieren

Es mag für den ein oder anderen möglicherweise erstmal sehr spirituell klingen, aber ich integriere Visualisation und Manifestation auch in meine Turniervorbereitung. Und um es einfacher zu erklären: Ich stelle mir vor, wie ich die Prüfung bestreite. Dabei gehe ich quasi jeden Moment darin in meinem Kopf durch. Ich fühle, wie ich mich währenddessen fühle. Dabei empfehele ich, dich nicht auf Aufregung oder Anspannung zu fokkusieren, sondern auf Sicherheit, Postivatät und Vorfreude. Dabei bekomme ich dann schon immer gute Laune. Und darüber hinaus freue ich mich dann schon immer auf die Prüfung.

Dabei geht es nicht nur darum, sich positiv zu fühlen. Sondern auch, die Realität zu kreieren, die man möchte. Und ich habe dadurch auch festgestellt, dass viel Anspannung auch weicht. Denn was ist der schlimmste Fall? Dass es nicht so toll läuft. Und dann? Dann üben wir eben weiter und lernen aus unseren Erfahrungen für die nächste Turniervorbereitung!

Ich hoffe, diese Tipps haben dir ein wenig geholfen. Und ich würde mich auch sehr freuen, wenn du mir von deinen Erfahrungen erzählst. Lass mich gerne wissen, was in deine Turniervorbereitung gehört.

Ich wünsche euch ganz viel Glück und bis bald,

Nicola

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